Gefahrgutbeauftragter

Es gilt die unterschiedlichen Bestimmungen der verschiedenen Verkehrsträger zu beachten; nationales und internationales Recht üben unbedingten Einfluß aus. Der Transport von Gefahrgut ist unterschiedlich reglementiert.
Z.B. unterliegen Konsumgüter, ID8000, seit 2003 nicht mehr dem ADR, sehr wohl aber den IATA-Bestimmungen. Dafür können Produkte der Klasse 9 im ADR anders klassifiziert sein. Dies ist meistens nur aus einem Sicherheitsdatenblatt ersichtlich. Denken Sie dann an eine eventuell vorhandene Transportkette.

Situationsanalyse

Finden Sie die Schwachpunkte im Umgang mit Gefahrgut in Ihrem Betrieb. Wo liegen Risiken, wo werden Verluste „produziert“? Das sind die primären Fragen. Denken Sie dabei zusätzlich an die Arbeitssicherheit.

Konzeptionelle Lösungen

Unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit erarbeitet der Gefahrgutbeauftragte, auch EU-Sicherheitsbeauftragter genannt, mit Ihnen gemeinsam dauerhafte Konzepte für den bewußten und verantwortungsvollen Umgang mit Gefahrgut.

Kontrollen

In stets wiederkehrenden und unregelmäßigen Abständen wird die Einhaltung der Betriebsanweisungen durch den Gefahrgutbeauftragten kontrolliert. Über die Ergebnisse und Verbesserungsvorschläge werden Sie schriftlich unterrichtet.

Gefahrgutschulungen

Achten Sie auf die Qualität der Ausbildung Ihres Personals. Denken Sie dabei an aufgabenbezogenen Gefahrgutschulungen von Mitarbeitern, beauftragte Personen, sonstige beteiligte Personen, Refresher usw. Der Gefahrgutbeauftragte übernimmt in der Regel die Überwachung des Ausbildungsstandes und die Einhaltung von Prüfungsterminen.

Berichte

Über alle Aktivitäten des Gefahrgutbeauftragten sollten Sie grundsätzlich Berichte in Schriftform erhalten. Darüberhinaus steht Ihnen nach Ablauf Ihres Geschäftsjahrs gesetzlich ein Jahresbericht zu.

Weitere Informationen

Fachmagazine, meist recht teuer als Abo, informieren Sie regelmäßig über Gesetzesänderungen und greifen Schwerpunktthemen auf. Allerdings erhalten Sie hier gute Anregungen und Informationen.
Newsletter, die Ihnen diverse Anbieter gerne per E-Mail zusenden, sind ein weiteres Informationsmedium. Meist weisen sie allerdings nur auf eine Thematik, eine Leistung oder ein Angebot hin, das dann gekauft werden soll. Informationen kommen meist nur ansatzweise und fast nie vollständig. Schade, denn so wird das Wort Newsletter als solches eigentlich recht stark verbogen.

§ 1b GbV (Gefahrgutbeauftragtenverordnung) Befreiungen

(1) Die Vorschriften dieser Verordnung über die Bestellung von Gefahrgutbeauftragten gelten nicht für Unternehmer und Inhaber eines Betriebes,

  1. deren Tätigkeit sich auf freigestellte Beförderungen gefährlicher Güter auf Straße, Schiene, Binnenwasserstraßen, See und in der Luft beschränken oder auf Beförderungen in begrenzten Mengen nach Unterabschnitt 1.1.3.6 des ADR beziehen,
  2. wenn sie in einem Kalenderjahr an der Beförderung von nicht mehr als 50 Tonnen netto gefährlicher Güter, bei radioaktiven Stoffen nur die UN-Nummern 2908 bis 2911, für den Eigenbedarf in Erfüllung betrieblicher Aufgaben beteiligt sind,
  3. die lediglich Verpackungen, Großpackmittel (IBC) oder Tanks nach Baumustern herstellen, soweit sie nicht in anderen Funktionen bei der Beförderung gefährlicher Güter mit Eisenbahn-, Straßen-, Wasser- und Luftfahrzeugen beteiligt sind und ihnen nach den jeweils geltenden Vorschriften Verantwortlichkeiten zugewiesen sind,
  4. die gefährliche Güter lediglich empfangen oder
  5. wenn sie ausschließlich als Auftraggeber des Absenders an der Beförderung gefährlicher Güter, ausgenommen radioaktive Stoffe der Klasse 7 und gefährliche Güter der Beförderungskategorie 0 nach Absatz 1.1.3.6.3 ADR oder Unterabschnitt 1.1.3.1 RID, von nicht mehr als 50 Tonnen netto pro Kalenderjahr beteiligt sind.

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Gefahrgut heißt deshalb Gefahrgut, weil es wirklich gefährlich ist!

Es gelten immer die jeweils gültigen Fassungen nach ADR, ICAO-TI, IATA DGR und die nationalen Bestimmungen und Gesetze.