Gefahrgutklasse 7

Gefahrgutklasse 7 – Radioaktive Stoffe

Gefahrgutklasse 7 – radioaktive Stoffe, man riecht sie nicht, man hört sie nicht, man sieht sie nicht, man schmeckt sie nicht und man fühlt sie nicht. Und wenn man sie fühlt, ist es zu spät – Radioaktive Strahlung. Sie regen unsere Zellen zu einem unkontrollierten Wachstum an – wir sagen auch Krebs dazu, verändern die DNA und vieles mehr.

Deshalb müssen Beschäftigte vor Aufnahme ihrer Tätigkeit im Umgang mit radioaktiven Stoffen eine angemessene Unterweisung bezüglich des Strahlenschutzes, einschließlich der zu beachtenden Vorsichtsmaßnahmen erhalten, um ihre berufsbedingte Exposition und die Exposition anderer Personen, die durch ihre Tätigkeiten betroffen sind, zu beschränken.

„Beschäftigte“ sind alle Personen, die entweder in Vollzeit, in Teilzeit oder zeitweise für einen Arbeitgeber beschäftigt sind und die bezüglich des beruflichen Strahlenschutzes Rechte und Pflichten übernommen haben.

Übersicht zur Gefahrgutklasse 7:

Hauptgefahr

Gefahrgutklasse 7 I-Weiß

Gefahrgutklasse 7 – I-Weiß

Gefahrgutklasse 7 II-Gelb

Gefahrgutklasse 7 – II-Gelb

Gefahrgutklasse 7 III-Gelb

Gefahrgutklasse 7 – III-Gelb

Gefahrgutklasse 7

Gefahrgutklasse 7 – Radioaktiv

Gefahrgutklasse 7 Fissile

Gefahrgutklasse 7 Fissile (Spaltbar)

Zusatzgefahr

Gefahrgutklasse 8

Gefahrgutklasse 8

Gefahrenymbol (StrlSchV)

StrlSchV

StrlSchV

Merke: Von radioaktiven Stoffen gehen schädliche Strahlen aus

  • Strahlungsgefahr
  • Wärmeerzeugung
  • Neigung zur Kritikalität (Reaktion untereinander)

Was bedeutet der CSI Wert?

Die Übersetzung des Begriffs Criticality Safety Index lautet Sicherheitskritikalitätskennzahl – es ist einfacher, nachfolgend weiterhin die Abkürzung CSI zu verwenden.

Die Angabe des CSI-Werts ist grundsätzlich nur bei spaltbaren Stoffen erforderlich, wie z.B. bei Plutonium, Uran usw. Der Hintergrund dazu ist, dass ab einer bestimmten Menge eines solchen Stoffes, abhängig von dessen Reinheit, eine kritische Grenze zu einer weiteren Gefährlichkeit erreicht wird – die sogenannte Kritische Masse.
Bei Erreichen der kritischen Masse ist unter bestimmten Umständen eine Kettenreaktion, also eine unkontrollierte Atomspaltung, möglich. Die maximal erlaubte Masse, die unterhalb der kritischen Masse liegt, findet im CSI Wert ihre Berücksichtigung.

Daraus ist die Vorschrift entstanden, dass Sendungen, die insgesamt den Wert von 50 CSI überschreiten, mindestens 6 Meter voneinander getrennt werden müssen. Dies gilt für Overpacks (Umverpackungen), im Lager, im LKW, ja sogar für LKWs, die direkt nebeneinander zur Ent- oder Beladung an Rampen stehen.

Anmerkung: Aus den Begriffen „ausschließliche Verwendung“ und „nicht ausschließliche Verwendung“ ergeben sich unterschiedliche, maximal erlaubte Werte. Diese Begriffe werden hier nicht behandelt. Das führt an dieser Stelle einfach zu weit.

Der für jedes Versandstück gültige CSI Wert muss auf dem eigenen Fissile (engl. Spaltbar) Label eingetragen werden. Die Summe aller CSI Werte von allen Versandstücken ergibt den CSI Wert für die gesamte Sendung.

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Gefahrgut heißt deshalb Gefahrgut, weil es wirklich gefährlich ist.

Es gelten immer die jeweils gültigen Fassungen nach ADR, ICAO-TI, IATA DGR und die nationalen Bestimmungen und Gesetze.