Die Gefahrgutverpackung Codierung

Die Gefahrgutverpackung Codierung
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Die Gefahrgutverpackung Codierung unterliegt einer bestimmten Abfolge von Zahlen und Buchstaben. Damit wollen wir uns in diesem Beitrag beschäftigen, der gleichzeitig die Fortsetzung des letzten Beitrags, Verpackungsgruppen und ihre Bedeutung, darstellt.

Noch einmal zur Erinnerung – Verpackungen, die auf Antrag bestimmten Tests unterzogen wurden und diese bestanden haben, erhalten eine Muster-Zulassung als Gefahrgutverpackung. Als solche müssen sie die sogenannte UN-Markierung tragen.

Jeder UN-Markierung muss stets un-symbol
das UN-Symbol vorangehen.

Die Gefahrgutverpackung Codierung

Es gibt viele Materialien, die als Gefahrgutverpackung verwendet werden dürfen. In unserem folgenden Beispiel ist es ein Karton, der für den Transport auf dem Luftweg gedacht ist.

gefahrgutverpackung codierung

Auf diesem Bild, der obere Karton, an seinem unteren Rand, finden Sie die folgende Gefahrgutverpackung Codierung. Im Bild unten sehen Sie sie abgeschrieben und eine Zeile tiefer nummeriert, um die nachfolgende Erklärung zuordnen zu können:un-markierung

  1. Das UN-Symbol muss immer vorangestellt sein.
  2. Die „4″ steht für die Art der Verpackung – hier ist es eine Kiste. Der Buchstabe „G“ steht für den Werkstoff – hier Pappe. Also ist das eine Kiste aus Pappe. Natürlich sagen wir kurz – Karton.
  3. Das „Y“ ist der zugeteilte Leistungsbuchstabe – siehe hierzu ebenfalls den Beitrag Verpackungsgruppen und ihre Bedeutung. Folglich dürfen in diesen Karton Güter mit den Verpackungsgruppen II oder III verpackt werden; nicht jedoch Güter der Verpackungsgruppe I. Die „27″ gibt das maximal erlaubte Bruttogewicht des Kartons an – also 27kg.
  4. Der Buchstabe „S“ kommt aus dem englischen Wort solid und steht für Feststoffe oder zur Aufnahme von Innenverpackungen.
    Zur Erklärung des Begriffs Innenverpackung: Sie können in solche Verpackungen alles verpacken, was fest ist, z.B. Pulver, Granulate oder Festkörper. Aber Sie können auch Flüssigkeiten in einem Karton verschicken. Das setzt voraus, dass diese Flüssigkeiten in Flaschen oder ähnliche Behältnisse gefüllt werden. Die Flaschen selbst werden so zu einer Innenverpackung, die Sie jetzt in diesen Karton verpacken können.
  5. Die „15″ steht für das Herstellungsjahr der Verpackung – also das Jahr 2015.
  6. Der Buchstabe „D“ steht für das Land, das für die Zuteilung der Markierung ermächtigt ist (als Mitgliedsstaat kann man nur ermächtigt werden) – in diesem Fall also Deutschland.
  7. Unter diesem Punkt finden Sie die Identität des Herstellers der Verpackung. Wir können zwar mit diesen Zeichen nichts anfangen, aber die Bundesanstalt für Materialprüfung und -forschung (BAM) weiß genau, wer dahinter verborgen ist.

Gefahrgutverpackungen aus Kunststoff

Es gibt noch eine Besonderheit, wenn es sich bei dem verwendeten Werkstoff um Kunststoff handelt. Mit den Jahren wird Kunststoff spröde und schließlich brüchig. kunststoff-5-jahreDeshalb wurde das Höchstalter einer Gefahrgutverpackung aus Kunststoff auf fünf Jahre festgelegt. Damit das Alter der Verpackung erkennbar ist, muss diese Uhr auf die Kunststoffverpackung geprägt sein. Der Pfeil zeigt auf die „5“ – in Verbindung mit der o.g. UN-Markierung kennen wir das Herstellungsjahr. in vielen dieser Prägungen ist bereits die Jahreszahl in der Mitte angegeben – also noch leichter erkennbar – siehe nachfolgende Abbildung.

Gefahrgutverpackung aus Kunststoff

Die Bedeutung der Markierung lautet:

3H1 = Kanister aus Kunststoff mit nicht abnehmbarem Deckel
X      = Für Verpackungsgruppe I , II, III zugelassen
1.9   = max. Schüttdichte
250  = Prüfdruck in kPa
14    = Baujahr

Soviel zu unserer Gefahrgutverpackung Codierung. Im nächsten Beitrag werden wir uns mit den Tabellen der Werkstoffe und den Verpackungsarten beschäftigen.

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Gefahrgut heißt deshalb Gefahrgut, weil es wirklich gefährlich ist.

Es gelten immer die jeweils gültigen Fassungen nach ADR, ICAO-TI, IATA DGR und die nationalen Bestimmungen und Gesetze.

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